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Förderkreis Zweckbau e.V. aufgelöst
Die Mitgliederversammlung hat in ihrer außerordentlichen Sitzung am 5. Mai 2009 beschlossen, den Förderkreis Zweckbau e. V. aufzulösen.
Diese Entscheidung ist den Mitgliedern sehr schwergefallen; sie war jedoch unausweichlich, weil das Ziel des Vereins letztlich nicht mehr erreichbar war.
Im November 2001 gründeten die Freunde des Staatlichen Museum den Förderkreis Zweckbau e.V. mit dem Ziel, einen Erweiterungsbau am jetzigen Standort des Museums zu fördern. Hintergrund für diese Entscheidung war und ist der Umstand, dass nur etwa 12 % der vorhandenen Exponate gezeigt werden können. Weite Teile der Galerieräume werden für Verwaltung und Depots genutzt; Räumlichkeiten für Sonderausstellungen fehlen ebenso wie die für Veranstaltungen. Eine neue und moderne Gastronomie könnte die Einnahmen des Museums deutlich steigern.
Unter den jetzigen Bedingungen werden technische Anforderungen von Leihgebern für Sonderausstellungen (Klimatisierung) und Sicherheit nicht erfüllt. Das Museum hat seinen überregionalen und internationalen Ruf durch seine Sammlungen, aber insbesondere über seine Sonderausstellungen erfahren.
Die Euphorie der Mitglieder und der angesprochenen Sponsoren erhielt ihren ersten Dämpfer durch ein Schreiben von Herrn Minister Tesch vom Dez. 2007 an den Verein, in dem er mitteilte, dass Pläne für einen Neubau entgegen den Absprachen mit Ministerpräsident Dr. Ringstorff und der Finanzministerin Keler nicht weiterverfolgt würden. Den nächsten Rückschlag erfuhren wir mehr zufällig, nämlich dass die Landesregierung zur Förderung durch den Bund nicht Schwerin sondern Greifswald angemeldet hatte. Der von Ministerpräsident Dr. Ringstorff daraufhin eingesetzte Arbeitskreis der Staatssekretäre sollte die Sache wieder beschleunigen. Vertreter der beteiligten Ministerien führten im Oktober 2008 mit dem Förderkreis ein Gespräch, in dem die einzelnen weiteren Schritte festgelegt wurden.
Diese Absprachen wurden weitestgehend nicht eingehalten. Eine schriftliche Erinnerung vom Januar 2009 wurde erst am Abend vor der ersten Mitgliederversammlung beantwortet, in der Auflösung beschlossen werden sollte. Die darin vom Bildungsministerium vorgesehene Lösung ist nach Auffassung des Vereins nicht zielführend und wird zu erheblichen Komplikationen führen. Deshalb wurde die Auflösung erörtert und der Vorstand aufgefordert, mit dem Bildungsministerium Gespräche zu führen.
Der entsprechende Brief des Vorsitzenden blieb bis heute ohne Antwort.
In tiefer Enttäuschung haben die Mitglieder des Förderkreises deshalb beschlossen, den Verein aufzulösen und den Vorstand als Liquidatoren beauftragt, die Abwicklung vorzunehmen.
den 6. Mai 2009
viSdP: Dr. Frank Tidick
Tel.: 040-86 06 72
E-Mail: Frank.Tidick@gmx.de
Reaktionen in der Presse
Doch kein Museumsanbau (www.svz.de , 19.05.2009)
Museumsneubau, Misere geht weiter (www.svz.de , 20.05.2009)
Schweriner Museum: Aus für den Anbau (Schweriner Volkszeitung , 20./21.05.2009)
Zentraldepot für Kunst und Archäologie (Ostseezeitung , 22.05.2009)
Minister verteidigt Streichung (Schweriner Volkszeitung , 23.05.2009)
Attacken und Opfer (Nordkurier , 23.05.2009)
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Freiheit für die Bilder

Foto: Rainer Klawitter
Jedes von einer Firma oder eine Privatperson für eine Spende ab 2.500 Euro befreite Gemälde wird einen Monat mit der Nennung des „Befreiers“ im oberen Foyer des Museums ausgestellt. Das Lösegeld trägt dazu bei, den Museumsanbau wachsen zu lassen, und damit dauerhaft mehr Bilder aus der Sammlung der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Näheres zur Aktion „Freiheit für die Bilder“ erfahren Sie auch direkt bei der Schatzmeisterin des Förderkreises, Mechthild Bening, unter 04552/9533 oder der Vorsitzenden des Freundeskreises, Anne Leibold, unter 038421/254-320.
Absolute Priorität Michaela Christen, SVZ vom 18.03.2008 Akuter Platzmangel ist eines der größten Probleme des Staatlichen Museums in Schwerin. Doch trotz zweier in Aussicht stehender hochkarätiger Schenkungen ... Vollständiger Artikel als PDF (470kB)
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